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PM: MZ-Artikel vom 09.02.26/ Leserbriefe vom 14./15.02.2026: Gasthof „Zum Mohren“

25. Februar 2026

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Vor einigen Jahren wurde in der „MZ“ eine heftige Debatte um das M-Wort und sein bildhaftes Pendent geführt, u.a. auch zu dem entsprechenden Relief am Gasthof „Zum Mohren“.
Als LV VVN-BdA positionierten und positionieren wir uns gegen jede Form von Rassismus, also auch gegen die stereotype, herabwürdigende Darstellung eines schwarzen Menschen auf dem genannten Relief.
Wir billigen dabei nicht die eingesetzte Gewalt gegen das Gebäude des traditionsreichen halleschen Gasthofes.
Allerdings nahmen wir die bisher veröffentlichten Leserbriefe zu dem Thema mit einigermaßen Verwunderung zur Kenntnis. Den dort quasi als Kronzeugen aufgeführten Hlg. Mauritius, der besonders schön und würdig im Magdeburger Dom dargestellt ist, muss man von dem kolonialistisch-rassistisch grundiertem M-Wort und seiner bildhaften Darstellung trennen.
Wie das N -und das Z-Wort ist auch das M-Wort eine Fremdbezeichnung. Weiße, priviligierte Menschen haben mit dem M-Wort schwarze Menschen markiert, sie damit auf ihre Hautfarbe reduziert, kategorisiert und sie in eine Schublade für Minderwertiges gesteckt.

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Sonderausgabe unserer Mitgliederzeitung „Information“

8. Januar 2026

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Zum Jahresende 2025 haben wir eine Sonderausgabe unserer Mitgliederzeitung „Information herausgegeben. Auf 12 Seiten finden sich Berichte, Ausblicke und Diskussionsbeiträge zur aktuellen politischen Entwiklunng und den Kernthemen unserer Vereinigung: Frieden und Antifaschismus.

Herzlichen Dank an alle Autor*innen und eine erkenntnisreiche Lektüre!

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Disrupt Siegmund – Sachsen-Anhalt im Wahlkampf als Teil der bösen weiten Welt

8. Januar 2026

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Was kümmert mich Magdeburg, was kümmert mich das sachsen-anhaltinische Land? So könnte man fragen, wenn es um die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt im kommenden September geht. Vielleicht, so hoffen viele, geht es ja nochmal gut oder, falls nicht, wird es gar nicht so schlimm, wie auch immer noch gerne geäußert wird. Vielleicht schafft es ja wirklich noch einmal die ganz große Koalition, einen AfD-Ministerpräsidenten Siegmund abzuwenden, und eine weitere Legislatur mit irgendeiner bürgerlichen Koalition durchzustehen.

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Frieden! Aber wie?

8. Januar 2026

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Die VVN-BdA ist eine antifaschistische Friedensorganisation – bei dieser Selbstbeschreibung würden wohl alle Kamerad*innen mitgehen. Was das konkret heißt und wie diese damit verbundene Selbstverpflichtung gelebt werden kann, bleibt aber umstritten. Eine Einigung kann nur über inhaltliche Gemeinsamkeiten geschaffen werden.

Egal ob es auf dem Bundeskongress oder bei Landeskonferenzen passiert: Bundesweit streitet die VVN-BdA über die Frage, welche konkreten Schlussfolgerungen sich aus dem Schwur von Buchenwald, unserem historischen Auftrag, ergeben. Insbesondere die Forderung „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ steht dabei im Mittelpunkt, denn diese beschreibt die VVN-BdA als antifaschistische Friedensorganisation. Darüber wird natürlich nicht gestritten, vielmehr könnten mit Sicherheit alle Kamerad*innen zustimmen – aber was für konkrete Forderungen, Demonstrationsaufrufe und Strategien heißt, ist dagegen höchst umstritten.

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Tiefschlaf im Land der Frühaufsteher – ein Weckruf!

8. Januar 2026

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2026 muss sich Sachsen-Anhalt entscheiden: zwischen der extremen Rechten und einer komplizierten demokratischen Koalition. Aus dem ganzen Bundesgebiet blickt man auf diese Landtagswahl. Aber was tut die demokratische Zivilgesellschaft angesichts der neofaschistischen Bedrohung? – Bis jetzt nichts!

Eine neofaschistische Mehrheit ist nicht unrealistisch und es ist so naiv wie verantwortungslos, hier nicht das Schlimmste zu erwarten. Doch die demokratischen Parteien und große Teile der bürgerlichen Gesellschaft befinden sich noch im Tiefschlaf. Anders lässt es sich nicht erklären, dass die Kampagnen, Forderungen und Äußerungen an die Wahlkämpfe der Jahre 2016 und 2021 erinnern, aber nicht auf die neue Situation eingehen – Es liegt an uns sie zu wecken!

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Solidarität mit der Roten Hilfe!

8. Januar 2026

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Mit Empörung haben die Mitglieder des Landesverbandes der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Sachsen-Anhalt auf die Kündigung und damit eines Angriffs auf die politische Geschäftsfähigkeit der Roten Hilfe reagiert.
Die Kündigungsmaßnahme entbehrt jeder sachlichen Grundlage. Sie ist, alternierend zu staatlichen Repressionen, darauf gerichtet, die solidarische Arbeit einer linken Organisation massiv zu erschweren. Perverser weise wurde sie in den Weihnachtswochen 2025, der spendenreichsten Zeit der Organisation, ausgesprochen, in einer der Hoch-Zeiten des politischen Engagements der Solidarität mit den politischen Gefangenen.

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Brief an Staatsminister Dr. Wolfram Weimer

20. Oktober 2025

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Sehr geehrter Herr Staatsminister Dr. Wolfram Weimer,

als Landesverband der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Sachsen-Anhalt e.V. wenden wir uns in großer Sorge an Sie als Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien mit der Bitte, Einfluss zu nehmen, dass die sich in Vorbereitung befindliche rechte Buchmesse in Halle (Saale), am 8. und 9. November 2025, nicht stattfindet. Initiatorin und Anmelderin dieses rechten Großevents (der Ort, Halle-Messe, bietet bis zu 10.000 Menschen Platz), Susanne Dagen, Inhaberin des rechtsgerichteten Buchhauses Loschwitz, parteilose Stadträtin in der AfD-Fraktion, Dresden, gleichzeitig maßgebliche Akteurin der neurechten Literatursendung auf YouTube „Aufgeschlagen – Zugeschlagen. Mit Rechten lesen“, bietet dort rechten bis rechtsextremen Autoren eine
Bühne.

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Brief an jüdische Gemeinde zu Halle zum 6. Jahrestag des terroristischen Anschlags

7. Oktober 2025

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Sehr geehrte Mitglieder der jüdischen Gemeinde zu Halle an der Saale,
Sehr geehrter Herr Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Max Privorozki,

aus Anlass des 6. Jahrestages des terroristischen Anschlags auf Ihre Synagoge möchten Ihnen die Mitglieder des Landesverbandes der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Sachsen-Anhalt (VVN-BdA) versichern, dass sie immer an Ihrer Seite stehen, immer für Sie da sein werden. Gleichermaßen gilt das auch für das Existenzrecht Israels als Heimstatt aller jüdischen Menschen.

Wir, unter uns auch Nachkommen von Holocaustüberlebenden, Emigrant*innen, Zwangsarbeiter*innen, freuen uns und sind stolz darauf, Sie unter uns zu haben, bei uns, mit uns, im ehemaligen Land der Täter. Und wir werden, auch mit Ihnen, alles daran setzen, unsere Demokratie zu schützen, weiterzuentwickeln, sie unangreifbar machen.

Liebe Mitglieder der jüdischen Gemeinde,
unsere Solidarität mit Ihnen ist und bleibt unverbrüchlich. Wir stehen dafür ein, dass Sie hier, in unserem gemeinsamen Land, ein gutes, ein schönes, ein erfülltes Leben führen können.

Mit den herzlichsten, freundschaftlichen Grüßen,

Gisela Döring
Vorsitzende Landesverband VVN-BdA Sachsen-Anhalt e.V.

80. Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung in Halle am 14. September 2025

19. September 2025

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„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem es kroch…“ (Brecht)

Im 80. Jahr der Befreiung vom deutschen Faschismus und anlässlich des 80. Jahrestages der Gründung des Gedenkens für die Opfer des Faschismus konnten wir als Landesverband zahlreiche interessierte Bürger*innen, darunter eine Vielzahl junger Menschen, im Programmkino „Puschkino“ Halle zur Vorführung des 1963 von der DEFA gedrehten Films „Nackt unter Wölfen“ begrüßen.

Beruhend auf dem 1958 erschienenem Roman von Bruno Apitz, Überlebender des KZ Buchenwald, zeigte der, mitten im Kalten Krieg mit einer Oscar-Nominierung geadelte, Film, dass es auch in einer höllischen Umgebung, im KZ Buchenwald, möglich war, Widerstand zu leisten, Mensch dem Kameraden zu sein.

Die dabei im Mittelpunkt stehende Geschichte von der Rettung eines jüdischen Kindes, eingebettet in den Kontext des stets und auch dadurch gefährdeten dichten illegalen Widerstandsnetzes, führte, vorrangig mit jungen Besucher*innen nach der Filmvorführung , zu inhaltsreichen Gesprächen.

Dabei wurden Fragen des sich heute Einbringens gegen neue faschistische Bewegungen im Nachdenken und am Beispiel des heroischen Widerstandes gegen den deutschen Faschismus damals aufgeworfen.

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Gedenken an die Bücherverbrennung vor 92 Jahren in Halle

12. Juni 2025

Redebeitrag

Liebe Anwesende!

Friedrich Wolf, um den es hier gehen soll, war Gründungsmitglied unseres Verbandes, VVN.

Seine Bücher, seine Dramen vor allem, als undeutsch, wider den deutschen Geist bezeichnet, wurden ins Feuer geworfen, 1933, im Mai.

Die Landesvertretung Rheinland/Pfalz hat ihm eine Gedenktafel gewidmet: Arzt, Schriftsteller, Demokrat.

Friedrich Wolf, als Sohn deutsch-jüdischer Bildungsbürger im Schwäbischen geboren, verließ zeitig sein Elternhaus, studierte Medizin, fuhr als Schiffsarzt bis nach Grönland, kam als Militärarzt im I,Weltkrieg mit revolutionär organisierten Soldaten zusammen, wurde Mitglied im Arbeiter- und Soldatenrat, hatte später als Anführer einer Hundertschaft gegen den Kapp-Putsch Anteil an dessen Niederschlagung.

In dieser Zeit entstanden erste Texte.

Sein Weg folgte seinen Idealen von einer sozial-gerechten Welt. Er trat der KPD und dem Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller bei.

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