Statement zur Ermittlung gegen eine Oma gegen Rechts

20. Mai 2026

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Hier das Statement des Landesverbandes VVN-BdA Sachsen-Anhalt zur Ermittlung der Staatsanwaltschaft Magdeburg gegen eine Oma gegen Rechts

Rede zum 81. Jahrestag der Befreiung

9. Mai 2026

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Liebe Antifaschist*innen,

in seinem Buch „ Der lautlose Aufstand“ fragt Günther Weißenborn, Überlebender der Schulze-Boysen-Harnack Organisation, „Was ist Heldentum?“

Es ist der deutsche Widerstandskampf von 1933 bis 1945, es ist sein Beitrag im Rahmen der internationalen antifaschistischen Widerstandsbewegung, ihr Ringen von Anfang an um die Zerschlagung des deutschen Faschismus, um Verhinderung und später Beendigung des Krieges, um den Weltfrieden zu retten.

Es gab in Deutschland damals Tausende illegale antifaschistische Gruppen. Es gab aber Millionen Täter, Mittäter, Mitläufer, Denunzianten, Spitzel.

Die Elite der deutschen organisierten Arbeiterbewegung wurde als erste, als drohende Gefahr, für den Machterhalt der Faschisten, in KZ und Zuchthäuser geworfen, gefoltert, erschlagen, ermordet. Dann folgten jüdische Menschen, Sinti und Roma…

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Unser Brief an das Dormero-Hotel in Halle

27. April 2026

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Am 21. April wurde öffentlich, dass die AfD die Räumlichkeiten des Dormero Hotels in Halle für eine Veranstatung nutzen darf.

Als Teil des Bündnis „Halle gegen Rechts“ und der Kampagne „AfD-Verbot jetzt“ kritisieren wir diese Normalisierung der faschistischen AfD und dokumentieren hier unser Schreiben an das Dormero-Hotel mit der eindringlichen Bitte der Rücknahme der Vermietungszusage an die Bundestagsfraktion der AFD zu einm sogenannten „Bürgerdialog“.

Erfreulicherweise wird die AfD-Veranstaltung nicht kritiklos bleiben, denn das Bünsnis „Halle gegen Rechts“ hat schon Protest angemeldet zu dem auch der Studierendenrat der Martin-Luther-Universität aufgerufen hat.

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Redebeitrag zum 81. Gedenken an die Befreiung des KZ Langenstein-Zwieberge

16. April 2026

Liebe Anwesende, vor allem liebe Angehörige der ehemaligen Häftlinge,

Vor 81 Jahren wurden die Zurückgelassenen, die Kranken, die Sterbenden, die Wenigen , die die Todesmärsche überlebten, befreit. Nur ein Teil Ihrer Väter, Großväter, Urgroßväter , liebe Angehörige , überstand das Inferno. Sie wurden hier von den deutschen Faschisten misshandelt, erniedrigt, zusammengeschlagen, ermordet, ihrer Menschenwürde beraubt.

Menschen aus 23 europäischen Ländern als Arbeitssklaven für die deutsche, selbsternannte Herrenrasse, für den deutschen Sieg.

Ort des Leidens, Ort des Grauens hier. Wenn die Steine schreien könnten, sie hätten von April 1944 bis April 1945 geschrien.

Nur wenige wurden für ihre unfassbaren Untaten, für die ausgeklügelte Vernichtung von Menschen durch Arbeit, verurteilt.

Dafür kein Vergeben , kein Vergessen! Stattdessen Mahnung an die Lebenden.

Als Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, gegründet von den Überlebenden der KZ und Zuchthäuser, vorwiegend jetzt von den Nachkommen derer fortgesetzt, stehen wir in dem Vermächtnis.

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Zum Artikel „Soll die Waffen-SS rehabilitiert werden?“ in der Mitteldeutschen Zeitung vom 24.03.2026

28. März 2026

Der Landesverband der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Sachsen-Anhalt (VVN-BdA), dessen Mitglieder, insbesondere die Überlebenden der Konzentrationslager und Zuchthäuser, sich nach der Befreiung vom Faschismus in allen vier Besatzungszonen für eine konsequente Entnazifizierung einsetzten, weist entschieden das Bestreben der in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuften Partei AfD zurück, die Verbrechen des deutschen Faschismus zu relativieren und damit die Täter zu rehabilitieren.

Im Entwurf des Wahlprogramms der AfD zur Landtagswahl im September 2026 wird eine Neuausrichtung der deutschen Geschichte gefordert. Die Partei verunglimpft die kritische Beschäftigung mit den zwölf Jahren des Faschismus an der Macht, mit den Blutspuren im eigenen Land gegen Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma und politische Gegner*innen, mit den Raub- und Vernichtungskriegen gegen die europäischen Völker und mit der Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden als „Nationalmasochismus“, da es sich um einen Ausrutscher in der ansonsten ruhmreichen deutschen Geschichte handele.

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PM: MZ-Artikel vom 09.02.26/ Leserbriefe vom 14./15.02.2026: Gasthof „Zum Mohren“

25. Februar 2026

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Vor einigen Jahren wurde in der „MZ“ eine heftige Debatte um das M-Wort und sein bildhaftes Pendent geführt, u.a. auch zu dem entsprechenden Relief am Gasthof „Zum Mohren“.
Als LV VVN-BdA positionierten und positionieren wir uns gegen jede Form von Rassismus, also auch gegen die stereotype, herabwürdigende Darstellung eines schwarzen Menschen auf dem genannten Relief.
Wir billigen dabei nicht die eingesetzte Gewalt gegen das Gebäude des traditionsreichen halleschen Gasthofes.
Allerdings nahmen wir die bisher veröffentlichten Leserbriefe zu dem Thema mit einigermaßen Verwunderung zur Kenntnis. Den dort quasi als Kronzeugen aufgeführten Hlg. Mauritius, der besonders schön und würdig im Magdeburger Dom dargestellt ist, muss man von dem kolonialistisch-rassistisch grundiertem M-Wort und seiner bildhaften Darstellung trennen.
Wie das N -und das Z-Wort ist auch das M-Wort eine Fremdbezeichnung. Weiße, priviligierte Menschen haben mit dem M-Wort schwarze Menschen markiert, sie damit auf ihre Hautfarbe reduziert, kategorisiert und sie in eine Schublade für Minderwertiges gesteckt.

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Sonderausgabe unserer Mitgliederzeitung „Information“

8. Januar 2026

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Zum Jahresende 2025 haben wir eine Sonderausgabe unserer Mitgliederzeitung „Information herausgegeben. Auf 12 Seiten finden sich Berichte, Ausblicke und Diskussionsbeiträge zur aktuellen politischen Entwiklunng und den Kernthemen unserer Vereinigung: Frieden und Antifaschismus.

Herzlichen Dank an alle Autor*innen und eine erkenntnisreiche Lektüre!

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Disrupt Siegmund – Sachsen-Anhalt im Wahlkampf als Teil der bösen weiten Welt

8. Januar 2026

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Was kümmert mich Magdeburg, was kümmert mich das sachsen-anhaltinische Land? So könnte man fragen, wenn es um die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt im kommenden September geht. Vielleicht, so hoffen viele, geht es ja nochmal gut oder, falls nicht, wird es gar nicht so schlimm, wie auch immer noch gerne geäußert wird. Vielleicht schafft es ja wirklich noch einmal die ganz große Koalition, einen AfD-Ministerpräsidenten Siegmund abzuwenden, und eine weitere Legislatur mit irgendeiner bürgerlichen Koalition durchzustehen.

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Frieden! Aber wie?

8. Januar 2026

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Die VVN-BdA ist eine antifaschistische Friedensorganisation – bei dieser Selbstbeschreibung würden wohl alle Kamerad*innen mitgehen. Was das konkret heißt und wie diese damit verbundene Selbstverpflichtung gelebt werden kann, bleibt aber umstritten. Eine Einigung kann nur über inhaltliche Gemeinsamkeiten geschaffen werden.

Egal ob es auf dem Bundeskongress oder bei Landeskonferenzen passiert: Bundesweit streitet die VVN-BdA über die Frage, welche konkreten Schlussfolgerungen sich aus dem Schwur von Buchenwald, unserem historischen Auftrag, ergeben. Insbesondere die Forderung „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ steht dabei im Mittelpunkt, denn diese beschreibt die VVN-BdA als antifaschistische Friedensorganisation. Darüber wird natürlich nicht gestritten, vielmehr könnten mit Sicherheit alle Kamerad*innen zustimmen – aber was für konkrete Forderungen, Demonstrationsaufrufe und Strategien heißt, ist dagegen höchst umstritten.

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Tiefschlaf im Land der Frühaufsteher – ein Weckruf!

8. Januar 2026

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2026 muss sich Sachsen-Anhalt entscheiden: zwischen der extremen Rechten und einer komplizierten demokratischen Koalition. Aus dem ganzen Bundesgebiet blickt man auf diese Landtagswahl. Aber was tut die demokratische Zivilgesellschaft angesichts der neofaschistischen Bedrohung? – Bis jetzt nichts!

Eine neofaschistische Mehrheit ist nicht unrealistisch und es ist so naiv wie verantwortungslos, hier nicht das Schlimmste zu erwarten. Doch die demokratischen Parteien und große Teile der bürgerlichen Gesellschaft befinden sich noch im Tiefschlaf. Anders lässt es sich nicht erklären, dass die Kampagnen, Forderungen und Äußerungen an die Wahlkämpfe der Jahre 2016 und 2021 erinnern, aber nicht auf die neue Situation eingehen – Es liegt an uns sie zu wecken!

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