Statement zur Herabwürdigung des antifaschistischen Widerstandes durch den Kabarettisten Uwe Steimle
26. Juli 2026
Als Landesverband VVN-BdA verurteilen wir auf das Schärfste die unsäglichen, geschichtsvergessenen, als Satire verkleideten Äußerungen des Kabarettisten, Uwe Steimle, anlässlich einer Wahlkampfveranstaltung der faschistischen AFD in Dessau-Roßlau, mit denen er sich in ehrabschneidender Weise bei einem der edelsten Widerstandskämpfern, Claus Schenk Graf vonStauffenberg, bediente.
Gemünzt waren sie auf den Bundeskanzler, Friedrich Merz, der für Sozialabbau, Hochrüstung und menschenverachtende Abschiebepraxis kritisiert werden kann, allerdings im Rahmen des Sagbaren, im Sinne des Grundgesetzes, Art. 1.
Als VVN-BdA gedenken wir am 20.Julibesonders der zentralen Gestalt des militärischen Widerstandes, Graf Stauffenberg, der selbstlos, sein Leben einsetzend, das Attentat auf den Massenmörder, Adolf Hitler, verübte, mit dem Ziel, das verbrecherische faschistische Regime zu beseitigen.
Wir gedenken seiner besonders, weil er über seinen Freund, Dr. Julius Leber und Prof. Adolf Reichwein, beide SPD, Verbindung zur organisierten Arbeiterbewegung, der großen kommunistischen Widerstandsorganisation in Berlin, geleitet von Anton Saefkow und Franz Jacob, herstellte.
Damit gibt er uns heute ein Beispiel, im Kampf gegen Neofaschismus, gegen die faschistische Partei, AFD, in breiten Bündnissen, gemeinsam zu kämpfen.
Wir distanzieren uns entschieden von den niederträchtigen Äußerungen des vor langer Zeit und nun endgültig ins faschistische Lager abgedrifteten Kabarettisten, Uwe Steimle.
Als Landesverband VVN-BdA lassen wir eine Herabwürdigung des antifaschistischen Widerstandes nicht zu.
Wir stellen uns voll hinter die in dieser Sache ermittelnde Staatsanwaltschaft.
Landesverband VVN-BdA Sachsen-Anhalt e. V.
Gisela Döring
Vorsitzende
