BSW-Führung unterwirft sich der faschistischen AfD.
14. Oktober 2026

Das BSW in Sachsen-Anhalt ist unter Führung von einer kleinen Clique rund um Claudia Wittig, John Lucas Dittrich, Thomas Schulze, Rudenz Schramm und Gregor Frömmrich gerade dabei, in Sachsen-Anhalt einer faschistischen Landesregierung den Weg zu bereiten. Bereits jetzt gibt es für uns keinen Zweifel daran, dass die BSW-Fraktion sowohl Tobias Rausch als auch Hans-Thomas Tillschneider im Landtagspräsidium ermöglicht hat, wobei Letzterer ein ausgewiesener Faschist ist.
Vor der Sondersitzung des Landtags, die von AfD und BSW gemeinsam durchgesetzt wurde, haben sich beide Parteien nun ausgerechnet beim faschistischen COMPACT-Magazin getroffen. Hier hat das BSW nicht nur keine Berührungsängste mit der extremen Rechten gezeigt, sondern sich ihr unterworfen.
So erklärte BSW-Fraktionsvorsitzender Thomas Schulze sichtlich bewegt, er habe nicht geglaubt mal vor so viel Prominenz zu stehen und meint damit die Führungsriege der AfD und eines der größten extrem rechten Magazine Deutschland, welches er bei dieser Gelegenheit gleich noch zur Lektüre empfiehlt.
Vize-Fraktionschefin Claudia Wittig ergänzt und bedankt sich bei der AfD und dem COMPACT-Magazin, auch für die Einladung zum Sommerfest auf dem Hof von André Poggenburg, welche sie zuvor nach innerparteilichen Druck noch ausgeschlagen hatte. Nun bedankt sie sich für die Einladung, denn das habe die Möglichkeit eröffnet, mit dem kritischen Teil der Partei zu brechen.
Sowohl Schulze als auch Wittig verpflichten sich auf der Bühne des Magazins, also vor Jürgen Elsässer, vor Laurens Nothdurft, dem früheren nationalsozialistischen HDJ-Funktionär, vor Oliver Kirchner, dem Chef der AfD-Fraktion, zu einem gemeinsamen „historischen“ Projekt von AfD und BSW.
Dabei stört sie weder die Anwesenheit von offenen Faschisten noch die Tatsache, dass die AfD-Fraktion Waffenfabriken zur „Remigration“ erhalten will oder das der anwesende Kirchner ganz offen sagt, dass das „Spaltungsthema arm und reich“ Ausdruck „perfider linker Politik“ und des „Ungeist des Marxismus“ sei, welche ins das „blutrote ideologische Stammbuch“ zu schreiben seien.
Offensichtlich hat die Führungsriege des BSW in Sachsen-Anhalt mit Militarisierung, anti-sozialer Politik und Faschismus kein Problem. Vielmehr will man, um die Brandmauer einzureißen alles mitmachen, was die extreme Rechte will. Wittig und Schulze haben nicht geredet, sondern sich unterworfen.
Deshalb appellieren wir an alle BSW-Mitglieder: Macht euch nicht gemein mit der pro-faschistischen Fraktion in Sachsen-Anhalt. Es geht hier nicht um Brandmauern, Russland oder neue Politik – es geht um die Frage, ob man sich vor völkischen Agitatoren in den Staub wirft. Die Zeit, die Machtfrage im BSW zu stellen, ist jetzt: Entweder die Fraktion wird sofort gestoppt oder die Partei ist offen in das extrem rechte Lager gewechselt. Dann müssen alle Demokrat*innen und Antifaschist*innen die Partei verlassen und ihre Überreste bekämpfen.

